Wie man personalisierter Werbung widerspricht – Beispiel: Zoomer

Der Verwendung von Profildaten von Werbezwecken kann man widersprechen. Die Anbieter möchten das aber nicht. Also machen sie es uns nicht so einfach.

Neustes Beispiel ist Zoomer, die neue Nachrichten-Seite aus dem Hause Holtzbrinck. Bei der Registrierung finden wir diesen Kasten, der über die Verwendung der Profildaten zu Werbezwecken hinweist.

Zoomer Datenhinweis

Einfach nur ein Ja – keine Alternative sichtbar. Also kann man doch nicht widersprechen, oder? Oh doch, man muss nur auf den Link ganz unten klicken, und schon sieht die Sache anders aus:

Aufgeklappt

Huch – da ist ja plötzlich noch eine Option. „Nein“ ankreuzen – und fertig? Weit gefehlt. Wer mit dieser Kombination die Registrierung abschließen will, bekommt eine Fehlermeldung. Eingabe erforderlich!

Die Lösung ist ganz einfach: Zu dem „Nein“, muss man auch das „Ja“ ankreuzen. Man stimmt ja dem Gesamtvertrag ohne die Verwertung zu Werbezwecken zu.

Heute morgen reichte aber auch das nicht, da sah es bei einer Ablehnung der Werbung schlichtweg so aus:

Zoomer 3

Ohne Zustimmung zu personalisierter Werbung konnte man sich gar nicht anmelden. Das haben die Zoomer-Mitarbeiter inzwischen aber gelöst.

Ach ja: Nachträglich kann man die Zustimmung nicht mehr aufheben. Man muss erst seinen Account deaktivieren und sich ganz neu anmelden. Profildaten, Username und geleistete Beiträge sind dann natürlich weg.

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4 Comments.

  1. Zitat: „Ach ja: Nachträglich kann man die Zustimmung nicht mehr aufheben. “

    Danke für den Hinweis, wir werden die „Ja“-Zeile noch deutlicher formulieren, damit klar wird, dass es mit dem „Nein“ zusammenpasst, und die nachträgliche Aufhebung der Zustimmung bauen wir auch noch ein.

    lg –> -y-

  2. @Frank Syré: Danke für die Rückmeldung. Ich bin auf die Nachbesserungen gespannt.