Gammelblog
In der Netzeitung ist ein Artikel über das Weblog Politically Incorrect erschienen. Leider wird man daraus nicht viel schlauer.
Auffällig ist, dass der Autor im Gespräch mit dem Blogger Stefan Herre wohl erstaunlich aufgeschlossen war und ihm wiederholt Glauben schenkt - etwa wenn der angeblich Fehler bereut oder wenn er sich zu Bushs Politik Gedanken macht. Irritierend ist, dass zu Beginn mehrmals von dem islamkritischen Weblog gesprochen wird, zum Schluss aber ohne weiter Begründung das laue Wortspiel vom “politisch inkompetenten” Weblog als Fazit präsentiert wird. Auch vermisse ich viele Informationen: Wovon lebt Herre eigentlich? Wieviele Spenden hat er für Klagen gegen den politischen Gegner eingesammelt? Wie oft wurde er selbst schon wegen Volksverhetzung angezeigt?
Lediglich ein Absatz ist mir positiv aufgefallen:
Ein Thema wird zum nationalen oder religiösen Symbol erhoben und den Lesern suggeriert man damit, genau davon hinge das eigene Schicksal und die eigene Zukunft ab. Gammelfleisch in Dönerbuden wird mit dem Jihad, eine Schulhofsschlägerei mit dem iranischen Atomprogramm und der türkische Gemüsehändler um die Ecke mit den Taliban in Verbindung gebracht.
Herre selbst fühlte sich aber anscheinend trotzdem schlecht behandelt ;)
http://ramonschack.wordpress.com/ (und Link auf PI dort)
Gedanken über Reaktionen von PI-Anhängern auf Publikationen über PI finden sich auch bei Bastian Engelke und auf der Diskussionsseite des Wikipedia-Admins, der den Wikipedia-Artikel über PI gelöscht hat.
“Irritierend ist, dass zu Beginn mehrmals von dem islamkritischen Weblog, zum Schluss aber ohne weiter Begründung das laue Wortspiel vom “politisch inkompetenten” Weblog als Fazit präsentiert wird.” - Diesen Satz verstehe ich nicht.
“Auch vermisse ich viele Informationen …” - ACK. Zu der ersten Frage finden sich allerdings verhüllte Andeutungen im Schacks Artikel: “Herre ist studierter Sportwissenschaftler [...] und bezeichnet sich am liebsten als «normalen freiheitsliebenden Bürger». [...] Er erzählt auch von den Bitten seiner Frau, an das Wohl der Familie und an das eigene berufliche Vorankommen zu denken.”
HaeB: Sorry, in dem Satz fehlte ein Wort. Mein Punkt war: der unbefangene Leser erfährt zu Beginn von einem Weblog, das vermeintlich legitime Kritik übt. Wie der Autor dann zu seinem Fazit gelangt, wird in dem Text nicht klar. Wenn der Autor seine Meinung darlegen wollte, dann hätte er es von Beginn anklar machen sollen.