Zweifelhafte Verbraucherschützer
Der Verbraucherschutz geht um. Heute habe ich zwei Mails bekommen, dass meine Blogs von der vorgeblichen Verbraucherschutzseite cuge.org erfasst wurden.
Dabei schneide ich nicht mal schlecht ab: ich bekommen einen “cugerank”-Wert von 8,625 Punkten. Das habe ich mir auch verdient: Meine gelieferten Waren und Dienstleistungen bekommen neun von zehn Punkten, in der Kategorie pünkliche Lieferung sind es immerhin acht Punkte. Problem: Ich verkaufe in meinen Blogs weder Waren, noch Dienstleistungen.
Das Schicksal teile ich mit offenbar mit vielen anderen. Ein Blick auf die Seite offenbart, dass die Cuge-Nutzer angeblich so ziemlich jede crawlbare Seite bewertet haben – egal ob dort Waren und Dienstleistungen angeboten werden oder auch nicht. Der Wikimedia Foundation bescheinigt die vermeintliche Verbraucherschutzseite eine durchschnittliche Lieferzeit von einem Tag und sechs Stunden, Stefan Niggemeier braucht eine Stunde länger. Der Deutsche Bundestag bekommt in der Kategorie Einhaltung von Werbeversprechen erstaunlicherweise ganze sechs Punkte – und liegt damit auf einer Stufe mit Lawblogger Udo Vetter.
Weniger nett sind die internationalen Verbraucherschützer zu Robert Basic. Er steht auf der “Liste der von ihren Kunden als betrügerisch eingestuften Websites”:
Glaubt ihr nicht? Ich auch nicht.
Daran ändert auch der werbliche Wikipedia-Eintrag nichts. Eher im Gegenteil.

Oh, da schneidest du ja noch richtig gut ab. Bei mir scheinen mit Werbeversprechung und Antworten unzufrieden sein.
Man sollte auch mal nach dem Namen der Plattform suchen:
> Diese Website kann aus den folgenden Gründen nicht bewertet werden:
> Die Website bietet ausschliesslich kostenlose Onlinedienste an.
Der im EIntrag genannte Link wurde inzwischen geändert und um eine Korrespondenz “erweitert”: http://wwww.stangl.eu/?p=216
[...] so ein Zufall: Nicht nur ich bekomme zweifelhafte Post von noch zweifelhafteren Verbraucherschützern. Auch Michael Niedermayr hat Post bekommen. Und so ein Zufall: Er hat bis auf den letzten Punkt die [...]
Wikipedia zeigt eindeutig was davon zu halten ist:
1 Attack Page
2 Blatant advertising
3 No evidence for notability
Geben an non-profit zu sein, Mahnen aber ab und das ganze Konzept beruht auf Google Adsense.
Klar versucht die Firma auch mit überschwänglich positiven Forumsmeldungen an manchen Orten die Meinung herumzureissen.
Ihre eigene Seite lassen sie aber nicht bewerten. Da haben sie sich eine Online Service Ausnahme, die wohl die wenigesten betrifft, einfallen lassen.
Die Daten werden meist von dieser Art von Betreibern direkt bei den Wirtschaftskammern gehortet.
Wenn man das Internet durchsucht findet man viele Meldungen, dass Bewertungen vorhanden sind, obwohl der Selbstständige dem die Seite gehört gar nicht tätig ist. Also könnte man entweder Konkurrenz oder Algorithmen vermuten.
Unangenehme Sache.
* 03:00, 11 November 2008 (talk | contribs) deleted “Cuge” (CSD G10: Attack Page)
* 02:52, 11 November 2008 (talk | contribs) deleted “Cuge” (G11: Blatant advertising)
* 00:03, 24 October 2008 (talk | contribs) deleted “Cuge” (Deleted because expired WP:PROD; Reason given: No evidence for notability (WP:WEB, no independent sources), written like an advertisement, lacks basic encyclopedic facts (business model, numbers on revenue/profits/employees/pageviews, ….).)
[...] Stangl Blog sowie Notizblog [...]
[...] Michael Niedermayr stellt sich in seinem Blog die Frage “Spam, oder nicht Spam?“.Der Notizblog schließlich verweist am xx.xx noch auf einen Wikipedia-Eintrag zu Cuge, der mittlerweile mehrfach [...]