Nachhaltiges zwitschern

Ich persönlich habe es nie benutzt, aber die SMS-Anbindung von Twitter war eines der Features, das den Dienst in vielen Ländern populär gemacht hat. Nun hat Twitter mal eben die Auslieferung der SMS außerhalb von Nordamerika ohne Vorwarnung gestoppt. Vage Hoffnung: Twitter will lokale Zugangsnummern einrichten. Irgendwann. Vielleicht.

In diesem Thread gibt es auch ein paar Zahlen:

It pains us to take this measure. However, we need to avoid placing undue burden on our company and our service. Even with a limit of 250 messages received per week, it could cost Twitter about $1,000 per user, per year to send SMS outside of Canada, India, or the US. It makes more sense for us to establish fair billing arrangements with mobile operators than it does to pass these high fees on to our users.

Warum hat man dann diesen wahnsinnig teuren internationalen SMS-Versand überhaupt eingeführt? Statt das Problem zu lösen und billigere Alternativen zu fördern, hat Twitter die Entwicklung verschlafen und ist ohne die warme Gelddecke der Investoren aufgewacht. Der für Twitter ohne externe Kosten verbundene Versand über Instant-Messaging-Dienste ruht nach wie vor.

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2 Comments.

  1. Ich glaube, dass es eher die neuen Investoren sind, die Twitter ein wenig in die Bilanzbücher geguckt haben und solche teuren Features ausschalten, damit das investierte Geld nicht in Bereiche fliest, die nicht refinanzierbar sind. Sicher, es ist sehr unschön sowas von einem Tag auf den anderen auszuschalten aber Twitter wurde nicht mit der Vision aufgebaut eine globale Plattform zu bauen. Manche Entscheidungen müssen revidiert werden, SMS-Versand ist eben eine davon.

    (Mich trift das eh nicht, weil ich dieses Feature kein einziges Mal benutzt habe.)

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