Mails doppelt gesichert

Was auch passiert – seine Mails sollte man im Kommunikationsgewerbe niemals verlieren. Ich gehe deshalb auf Nummer sicher und fahre eine durch und durch redundante Mailinfrastruktur.

Neben meinem Lieblings-Mailclient Kmail, dessen Ordner ich halbwegs regelmäßig sichere, habe ich auf meinem Notebook noch einen Thunderbird installiert, der meine Mails parallel abholt. Damit das funktioniert, belasse ich alle Mails zunächst auf den POP3-Servern – die Clients holen sich dann die Mails ab, die sie noch nicht kennen und lassen den Rest unberührt. Damit beide Clients auch in Punkto versandte Mails auf dem gleichen Stand sind, wird jede versandte Mail per BCC nochmal an mich selbst verschickt. So landen Mails und Antworten beim Sortieren im selben Ordner.

Vorteil neben einer doppelten Datenhaltung: ich habe auch zwei unterschiedlich arbeitende Spamfilter. Falls Bogomail mir mal eine Mail zuviel in den Spamordner sortiert, dann sehe ich sie auf dem Notebook – sofern der Thunderbird-Spamfilter nicht dem gleichen Irrtum erliegt. Das kam bis jetzt aber noch nicht vor – im umgekehrten Fall scheint Thunderbird manchmal etwas zu streng zu sortieren.

Lex Disney zu verkaufen?

Einer der häufigsten Wünsche auf dem 100-Millionen-Dollar-Wunschzettel für Wikipedianer ist es das Geld in eine Copyright-Reform der USA zu stecken.

Wie kommen die Wikipedianer nur auf die absurde Idee, die Abschaffung des Lex Disney Sonny Bono Copyright Extension Term Act sei eine Geldfrage?

Logik von Zahlungserinnerungen

Ich habe eine Zahlungserinnerung von meinem Fitnesstudio bekommen:

Leider war es unserer Bank nicht möglich, den/die Beitrag/Beiträge von Ihrem Konto einzuziehen.

Des Rätsels Auflösung: Ich wurde von der Buchhaltung als Barzahler geführt. Also hat das Buchhaltungssystem gar nicht versucht, das Geld abzubuchen – beschwert sich aber bei mir, dass kein Geld ankommt. Immerhin wurde ich so auf einen anderen Fehler aufmerksam: die mit viel Werbe-Tammtamm erlassene Aufnahmegebühr von 39,90 Euro wollte man gleich auch eintreiben.

Warten wir mal ab, was zum kommenden Zahltag passiert.

Schwachsinn, senderübergreifend

Vor fünf Monaten war ich bei dem Pilotdreh eines neuen WDR-Formats. Freunde hatten mich eingeladen, wir fuhren zu den WDR-Studios im Westen von Köln – direkt neben den Verwaltungsgebäuden der GEZ. in den folgenden anderthalb Stunden erlebten wir eine Show, bei der es um lustige Gesetze und Urteile ging.

Machen wir es kurz: Den Namen der Show habe ich vergessen, das Logo war leicht bekleidete Justitia. Zu den Rateteams gehörten Ruth Moschner und Kalle Pohl, Moderator – nein: Richter – war Franklin. Die Regeln: Nach pointenlosen Einspielfilmen mussten sich die beiden Rateteams mit Flachwitzen überunterbieten. Es ging soweit, dass Moderator Franklin eine völlig richtige Auflösung eines Falles überhörte und Publikum und Rateteam minutenlang folterte um noch schlechtere Pointen rauszukitzeln. Die Auflösung der Scherzfragen war offenbar im Konzept nicht vorgesehen. Ein Studiogast bekam dafür Geld – oder auch nicht. Das Publikum lachte pflichtschuldigst und keinen Deut mehr.

So weit, so schlecht. Wir fuhren beruhigt mit dem Gefühl nach Hause, dass wir zusammen mit dem Rest des Publikums dafür gesorgt haben, dass dieser Schwachsinn nun niemals auf Sendung kommt. Der WDR würde nicht so tief sinken. Aber zum Glück gibt es ja noch andere Sender. Lange Rede, kurzer Sinn, ab 30. Oktober präsentiert Kabel1 die Show Darf man das? Zwei Rateteams werden mit lustige Gesetzen und Gerichtsurteilen konfrontiert, der Moderator ist Richter und ein Studiogast bekommt Geld.

Wenn man behauptet, dass hier ein Kozept geklaut wurde, übertreibt man natürlich schamlos. Denn der WDR ist zum Beispiel nicht auf die folgende unterhaltsame Idee gekommen:

Runde 2: Auf frischer Tat
In dieser Runde zeigt Ingolf Lück Filme von internationalen Überwachungskameras. Ob peinliche Szenen eines heimlich beobachteten Kollegen oder dummdreiste Überfälle – die Teammitglieder haben die Aufgabe, ein überzeugendes Verteidigungs-Plädoyer für die jeweiligen Protagonisten zu halten. Das Studiopublikum stimmt anschließend über die Leistung der Konkurrenten ab und entscheidet somit, welches Team gewonnen hat.

Falls ihr also am 30. Oktober um 20:15 Uhr nichts vorhabt: erspart Euch den Kummer. Aber wem sag ich das?

Wikiality

Grade erst gesehen: Stephen Colbert hat seine eigene Abart der Wikipedia: Wikiality:

Wikiality isn’t about what „factonistas“ might sneeringly deride using phrases like:

  • „statistical trends“, or
  • the „objective truth“, or,
  • „For the last time, President Bush doesn’t have a 102% approval rating!“

There’s a level of truth and meaning beyond (and, really, having little or nothing to do with) what’s „demonstrably true“, and that’s what we’re dedicated to keeping track of.

If you feel something strongly in your gut, or would like to help us keep track of the strong gut feelings of our dear friend Stephen Colbert, feel free to jump in and help out.

Die Startseite ist übrigens nicht editierbar, dafür gibt es einen Werbeplatz. Ach ja: Das Wiki ist bei Wikia gehostet, dem Unternehmen von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales.