Die S C O-Wette

Ich habe es lange aufgegeben, das Ende von S C O herbeizusehnen. Mortimer (Name der Redaktion bekannt) ist regelmäßiger Groklaw-Leser und hat die Hoffnung nicht aufgegeben. Er wagt sich mir gegenüber sogar sogar an eine konkrete Prognose:

Bis zum 31. Dezember 2006 werden die an S C O gezahlten Lizenzzahlungen werden per Gerichtsanordnung auf ein Sperrkonto verschoben.

Mutig, Mutig. Ich glaube nicht daran. Die Prozesse werden weitergehen. Das ist eine Konstante des Universums. Ich habe mich dran gewöhnt. Und die göttliche Schöpfung auch.

In gut zwei Monaten wissen wir, wessen Glaskugel besser funktioniert.

Mails doppelt gesichert

Was auch passiert – seine Mails sollte man im Kommunikationsgewerbe niemals verlieren. Ich gehe deshalb auf Nummer sicher und fahre eine durch und durch redundante Mailinfrastruktur.

Neben meinem Lieblings-Mailclient Kmail, dessen Ordner ich halbwegs regelmäßig sichere, habe ich auf meinem Notebook noch einen Thunderbird installiert, der meine Mails parallel abholt. Damit das funktioniert, belasse ich alle Mails zunächst auf den POP3-Servern – die Clients holen sich dann die Mails ab, die sie noch nicht kennen und lassen den Rest unberührt. Damit beide Clients auch in Punkto versandte Mails auf dem gleichen Stand sind, wird jede versandte Mail per BCC nochmal an mich selbst verschickt. So landen Mails und Antworten beim Sortieren im selben Ordner.

Vorteil neben einer doppelten Datenhaltung: ich habe auch zwei unterschiedlich arbeitende Spamfilter. Falls Bogomail mir mal eine Mail zuviel in den Spamordner sortiert, dann sehe ich sie auf dem Notebook – sofern der Thunderbird-Spamfilter nicht dem gleichen Irrtum erliegt. Das kam bis jetzt aber noch nicht vor – im umgekehrten Fall scheint Thunderbird manchmal etwas zu streng zu sortieren.

Lex Disney zu verkaufen?

Einer der häufigsten Wünsche auf dem 100-Millionen-Dollar-Wunschzettel für Wikipedianer ist es das Geld in eine Copyright-Reform der USA zu stecken.

Wie kommen die Wikipedianer nur auf die absurde Idee, die Abschaffung des Lex Disney Sonny Bono Copyright Extension Term Act sei eine Geldfrage?

Logik von Zahlungserinnerungen

Ich habe eine Zahlungserinnerung von meinem Fitnesstudio bekommen:

Leider war es unserer Bank nicht möglich, den/die Beitrag/Beiträge von Ihrem Konto einzuziehen.

Des Rätsels Auflösung: Ich wurde von der Buchhaltung als Barzahler geführt. Also hat das Buchhaltungssystem gar nicht versucht, das Geld abzubuchen – beschwert sich aber bei mir, dass kein Geld ankommt. Immerhin wurde ich so auf einen anderen Fehler aufmerksam: die mit viel Werbe-Tammtamm erlassene Aufnahmegebühr von 39,90 Euro wollte man gleich auch eintreiben.

Warten wir mal ab, was zum kommenden Zahltag passiert.