Bringen wir Twitter das Vergessen bei

Die Twitter-Auswerte-Dienste nehmen so langsam überhand. Da wäre es doch schön, wenn die versammelte Re:Publica-Besucherschaft sich mal die Lehren aus der ersten Keynote von Viktor Mayer-Schönberger zu Herzen nimmt: Nützliches Vergessen. Muss denn alles aggregiert und ausgewertet werden? Was schert es die anderen, was ich vor drei Wochen, Monaten oder Jahren twitterte? Wo bleibt der Kontext, wo die Privatsphäre?

Was wäre einfacher und sinnvoller, als Twitter das Vergessen beizubringen? Ein kleines Skript, dass es jedem Twitter User einfach ermöglicht, die Beiträge ab einem gewissen Alter wieder vom Server zu löschen.

Was meint Ihr? Freiwillige Coder vor!

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11 Comments.

  1. Irgendein Möglichkeit die Beiträge zu löschen wird es doch sicherlich geben. Und wegen Privatsphäre: Einfach deinen Feed auf privat setzen und nur deine Freunde können mitlesen.

  2. Bis jetzt gibt’s ja nicht viele Vorschläge.
    Aber ich finde es auf jeden Fall eine gute Idee.

  3. Nach 99 Bildschirmseiten eigener Einträge ist doch sowieso alles nicht mehr abrufbar. Also wäre eine Lösung, so lange zu twittern bis die kritischen Beiträge hinten runter gefallen sind.

  4. Das fände ich auch sehr interessant. Ein Skript, dass alle Tweets löscht, die älter als sieben Tage sind.

    Wie viel Aufwand wäre das? Gibt die API das her?

  5. Marcus: Ja, die API gibt das her:

    destroy

    Destroys the status specified by the required ID parameter. The authenticating user must be the author of the specified status.

    URL: http://twitter.com/statuses/destroy/id.format

    Formats: xml, json

    Parameters:

    * id. Required. The ID of the status to destroy. Ex: http://twitter.com/statuses/destroy/12345.json or http://twitter.com/statuses/destroy/23456.xml

  6. das Problem ist nur, dass deine Tweets durch irgendwelche Aggregatoren gepiped werden, so dass überall Tweetreste von jemandem übrigbleiben, da hilft auch das Löschen in der Timeline nicht.

  7. Nico: Die meisten Aggregatoren speichern nicht selbst, sondern bedienen sich der Twitter-API. Lösch einfach mal ein paar Tweets von Dir und suche sie nach einer Woche wieder.

  8. Kand.in.Sky

    Privatsphäre? Sensible Daten? Kritische Beiträge?
    Einfach mal die Klappe halten (nichts schreiben) oder zumindest vorher das Denken aktivieren. Oder ist das inzwischen aus der Mode gekommen?

    #k.

  9. Kand.in.Sky: Die Voraussetzung für Privatsphäre darf nicht sein, dass wir „die Klappe halten“. Wenn man Kommunikationsmittel vernünftig designt, sollte sie auch im Internet möglich sein.

  10. Kand.in.Sky

    Verstehe.

    Wer am schwarzen Brett was angschlägt beschwert sich beim Aufsteller über den geschrieben Unsinn oder meinetwegen fehlende Privatsphäre.

    Verdammt noch mal, ist denn die Medienkompetenz so gesunken?

    #k.

  11. Kand.in.Sky Ich empfehle Dir den oben angesprochenen Vortrag mal anzusehen: hier als MP4.

    Wenn ich Deine Argumentation verstehe: jede Kommunikation im öffentlichen Raum darf zu jedem Zweck ausgewertet und verarbeitet werden?