Slam Blogetry

Es ist. Lyrik. Unerwartet. Punkte. Zu setzen. Zusammengedrängt. Überlegen. Die Worte. Neuen Sinn.

(twitter-kompatibel, da unter 140 Zeichen)

Mohammed-Petition continued

Dank der internationalen Aufmerksamkeit für die Anti-Bilder-Petition gegen die Wikipedia fühlt sich ein anonymer Nutzer namens „United Muslims“ aus Pakistan berufen ein Blog zur Petition zu eröffnen. Es handelt sich wohlgemerkt nicht um den Initiator der erfolgreichen Petition, die mittlerweile über 124000 Unterschriften gesammelt hat.

Im Blog berichtet „United Muslims“, dass es um Respekt gehe, veröffentlicht ablehnende und zustimmende Mails. Und verbreitet Falschinformationen.

Surprised to that a wikiislam existed, but biggest shock is it’s the property of wikipeida and I also edited by same peoples who edit Wikipedia. And most shocking thing is that on the home page of this wikiislam a cartoon form Danish newspaper is shown. I don’t know from how many ways they will try to deceive readers about Islam. So I request reader to guard your children from going on such websites.

Ein Blick auf die angesprochene Anti-Islam-Webseite zeigt jedoch: Die Seite hat nun wirklich nichts mit Wikipedia oder deren Betreibern zu tun – es wird lediglich die gleiche Software eingesetzt. Mediawiki kommt aber auch beim Muslimwiki zum Einsatz, dass die Welt aus muslimischer Perspektive präsentieren will.

Es gbt auch Gegenwind von muslimischer Seite: Auf der Seite The American Muslim schreibt Sheila Musaji:

And, of course, as such things go, someone has posted a petition to fight Islamic pressure to censure Wikipedia. Once again, some Muslims who have a particular point of view express themseves in such a way that non-Muslims see this as “the” Islamic position on a particular issue, and not one of many possible positions. It’s not Islamic pressure it’s Muslim pressure by some Muslims.

I truly don’t understand why with all the serious problems we face in the world, anyone would make an issue about the Wikipedia entry on the Prophet Muhammad. This is especially true since the article is well balanced and may cause many non-Muslims to read more about Prophet Muhammad (pbuh)…

Das Blog als Monster

Die taz schreibt über die Schließung von „Schwedens populärstem Blog“.

Sein Blog lag unter dem Portal der Online-Ausgabe dieser Zeitung und schaffte es fast ein Jahr lang die landesweite Blog-Topliste anzuführen. Mit einem Inhalt, der zu einem grossen Teil darin bestand, sich über Personen des öffentlichen Lebens nicht nur lustig zu machen, sondern diese aufs Gröbste zu verunglimpfen und zu beleidigen. Schulman: „Je härter und gefühlloser – desto grösser die Begeisterung meines Publikums.“ Rückblickend – das muss man aber nicht unbedingt für bare Münze nehmen -, stellt der Journalist seinen Blog als „strategisches Experiment“ dar. Er habe Grenzen testen wollen. Dafür wo das zulässige Mass an Zynismus und Mobbing überschritten werde in einer Zeit, in der es für den Inhalt von Medien und speziell Blogs offenbar keine Grenzen gebe.

Die Brutalisierung des Meinungsklimas am Beispiel des Schulman-Blogs hatte in letzter Zeit in Schweden eine Grundsatzdebatte ausgelöst, in die sich auch die schwedische Presse-Ombudsfrau Yrsa Stenius eingeschaltet hatte. Von einem „unerhört beunruhigenden Zeichen“ sprach und an das Verantwortungsbewusstsein der zuständigen Redakteure appellierte. Sonst laufe die Presse noch Gefahr vom Gesetzgeber an die Leine genommen zu werden.

Subjektiv, irreführend, Weblog

Ein typisches Weblog wird von einem Autoren befüllt. Und der lebt sich in seinem Schreib-Refugium aus, ist subjektiv, streitbar, experimentierfreudig. Für Verlage heißt das gewöhnlich: wollen wir haben – aber bitte nicht auf der Titelseite. Selbst auf der Webseite des Mediums fallen die Blogbeiträge in eine separate Rubrik, abgesondert – unten oder irgendwo in der Navigationsleiste versteckt.

Nicht so im Onlineangebot der Zeit. Da rutscht auch mal ein Blogbeitrag unter die Top-Teaser auf der Startseite. Wenn ich mir aber diesen Teaser ansehe, weiß ich nicht, ob das immer so gut ist.

Grünlich, schmierig, Döner!

Eigentlich enthält der Blogbeitrag nur die bekannte Tatsache, dass Gammelfleisch nun nicht unbedingt gesundheitsgefährdend ist. Kein Wort davon, dass Dönerfleisch immer grün und schmierig sei. Oder dass das Gammelfleisch genau so gut in Marinade gepackt und als Grillsteak verkauft werden könnte.

Man kann mich der Doppelmoral schelten – für ein Weblog finde ich eine solche Überschrift durchaus in Ordnung. Für die Startseite der honorigen Zeit? Eher nicht. Ich bin wohl nicht mehr experimentierfreudig genug.

Peinlich

Robert Basic ist sein löchriges Gedächtnis peinlich. Ich persönlich wäre von der Werbung über dem Blogeintrag peinlicher berührt.

Peinlich

Ausgewählter Gewinner. Ahja. Gibt es eigentlich keine wirksamen Regelungen dagegen, Leuten vorzugaukeln dass sie „ausgewählt“ wurden? Welche Werbedienstleister vermitteln so etwas? Wie steht es mit Spam-Bekämpfung?

Verpasste Praxisübung im angewandten Journalismus

Stefan Niggemeier berichtet eine neue Episode aus dem Wirken des enfant terrible der deutschen Blogosphäre Don Alphono: Kurz zusammengefasst: Der Blogger und Journalist wird zu einem Vortrag in vor Leipziger Journalistikstudenten eingeladen, lästert dort kräftig über Journalisten. Als sich die Studenten jedoch ein Beispiel am Stil ihres Referenten nehmen und in ihren eigenen Weblogs über den Vortrag berichten, reagiert der unsouverän, droht sogar mit Klage.

Ich habe keine Zeit, die Episode ausführlich nachzurecherchieren – aber angesichts der bei Stefan Niggemeier zusammengetragenen Fakten würde ich schätzen: die Journalismus-Studentin hatte recht – zumindest hatte sie kaum justiziabel unrecht. Was hätte also näher gelegen, den Fall durchzufechten? Natürlich mit Unterstützung der Universität und deren angestellten Justiziaren. Die eigenen Beiträge auf Fehler überprüfen. Die Abmahnung oder die Gegendarstellung abwarten, anhand Presserecht analysieren und demnach handeln. Wo bleibt der Professor, der den Referenten geladen hat und sehr wohl gehört hat, was der den Studenten gesagt hat? Wie will eine Uni Journalisten ausbilden, wenn die Lehre darin besteht vor Drohungen einfach wegzulaufen, einzuknicken?

Eine verpasste Chance.

(Kleine Anmerkung. Zu meiner Zeit hätte man als Schüler der Journalistenschule nur mit Ausnahmegenehmigung der Schulleitung bloggen dürfen. Wenn es damals denn Blogs gegeben hätte.)

Problemlösung

Manche Probleme lösen sich von selbst: Dieses nicht.

Immerhin kann ich berichten, was man macht, wenn MovableType nicht mehr auf dem Webspace läuft und kein aktueller XML-Export, dafür aber ein ganz aktuelles Datenbank-Backup zur Verfügung steht.

  1. Auf dem eigenen Arbeitsrechner einen Webserver samt MySQL, Perl und PHP installieren
  2. Die MovableType-Datenbank importieren (Kompabilitätsmodus!) und sich wundern, dass die Datenbank „test“ heißt.
  3. Das MovableType-Verzeichnis vom Webserver auf den lokalen Server kopieren
  4. Die Konfigurationsdatei auf die lokale Datei anpassen
  5. Sich wundern, warum MovableType nicht läuft
  6. Mehrere Skripte anpassen, weil der lokale Server sein Perl in einem anderen Verzeichnis bereithält.
  7. Sich auf der lokalen MovableType-Installation einloggen und die Einträge exportieren.
  8. Neue Blogengine installieren und ein halbes Dutzend Plugins installieren, um den Übergang etwas einfacher zu machen

Probleme nebenan

In meinem anderen Blog geht es grad nicht weiter – technische Probleme. Nach einem Server-Update durch meinen Provider beharrt Movable Type auf der Fehlermeldung „Got an error: Fehler beim Öffnen der Datei ‚/mt-config.cgi‘: No such file or directory“ – Die Datei ist aber nach wie vor vorhanden und lesbar – und wenn ich sie lösche, spuckt Movable Type eine andere Fehlermeldung aus.

Das Problem konnte ich nicht lokalisieren, die mt-check.cgi sieht keinen Fehler. Auch nach einer probeweisen Neuinstallation beharrt MT auf dem Fehler. Nundenn, muss ich sehen, dass ich die Einträge irgendwie umziehen kann.

Damit es nicht zu langweilig wird:

Web 2.0 ist… wenn Frauen auf Männer mit hohem Pagerank stehen.