Güterabwägung: TV und Folter.
Stefan amüsiert sich über die Korrektur, mir hingegen ist der Inhalt dieses Guardian-Artikels über den Einfluss der Serie 24 mehr aufgestoßen:
Sands writes: “She believed the series contributed to an environment in which those at Guantánamo were encouraged to see themselves as being on the frontline – and to go further than they otherwise might.”
The US military criticised the award-winning series last year, saying it encouraged soldiers to see torture as a justifiable weapon against terror suspects.
Da sag ich nur “WTF?” Ein – zugegeben: gut gemachter – Nachfolger des A-Teams macht ganz normale Menschen zu verblödeten Folterern? In dem Fall müssen wir leider alle Fernseher vernichten. Die Güterabwägung lässt nichts anderes zu.
hmm.
ehrlich gesagt, eine serie wie 24, die man als normaler mensch schon nicht mehr angucken kann, weil die gewalt so überdreht, so unhinterfragt, so allgegenwärtig ist, eine solche serie kann sich auch mal fragen lassen, was sie für eine wirkung auf menschen hat, vor allem auf menschen in extremen situationen.
ist natürlich blöd, dass von glashaus-bewohnern gefragt zu werden. das macht die frage aber nicht ungerechtfertigt.
Macht durchaus Sinn die Logik. Zeitgenössischer Sündenbock für gewalttätiges Verhalten sind ja üblicherweise “Killerspiele”. Diese beliebte Variante haben sich die US Streitkräfte mit America’s Army ja nun verbaut. Was macht man da also? Man geht einfach ein wenig zurück in der Geschichte. Was war vor den Videospielen nochmal schuld am allgemeinen Verfall der Gesellschaft/Jugend/Sitten/Moral? Achja, Fernsehen, insbesondere “Gewaltvideos”.
Passt doch…