Gamer gegen Gauck!

Wie jeder weiß, haben die Vereinten Blogger & Netizens (VBN) in Zusammenarbeit mit den Anonymen GEZ-Finanzierten (DLF) den Sturz von Köhler ersonnen und ausgeführt. Können sie auch den Möchtegern-Obama Joachim Gauck aufhalten?

Versuchen wir es Mal. Im Jahr 2008 äußerte sich der liberal-soziale Konservative im Deutschlandfunk – nicht damit rechnend, dass seine Missetaten auch noch nach dem Drei-Stufen-Test online verfügbar sein werden:

Wir sehen auf dem Bankensektor, wie die Gier einiger Bankmanager neue Produkte schafft, die dann Unsicherheitsfaktoren darstellen. Man muss sich das so vergleichen, wie wenn die Unterhaltungsindustrie Produkte schafft, die niemand braucht, also bestimmte Computerspiele oder Klingeltöne

Er stellte Computerspiele in eine Reihe mit den Monstern des Kapitalmarkts. Klingeltöne auf eine Stufe mit Finanzobligationen, die den Hartz-IV-Empfängern den Geldhahn abdrehen, ihre finanzielle Luftröhre zudrücken werden.

Etwas Empörung, bitte? #notmypresident my ass!

Humanismus gegen Völkerball

Herr Wiefelspütz differenziert:

„Wer Paintballspieler auf diese Weise kriminalisiert, vertritt Schwachsinnsthesen“, sagte Wiefelspütz. „Winnenden war nur der Anlass für ein Verbot.“ Den Verbotsbefürwortern ginge es vielmehr um das Bewahren eines humanistischen Menschenbildes. „Wenn man dies vertritt, dann ist die Idee von einem Spiel, bei dem Leute aufeinander schießen damit einfach nicht vereinbar.“

Ich persönlich fand als Kind Völkerball auch ganz schön unhumanistisch:

Zwei Teams spielen gegeneinander mit dem Ziel, die Spieler der gegnerischen Mannschaft mit dem Ball zu treffen, so dass sie der Reihe nach ausgeschaltet werden. Gefragt sind Geschicklichkeit, Treffsicherheit, Ausdauer und Geschwindigkeit.

Wenn Gamer politisch werden

Nach dem Kinderporno-Verglich von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, schlagen die Gamer-Funktionäre erbittert zurück.

Der ESB erbittet vom Bayerischen Innenminister eine deutliche Entschuldigung Solange dieses nicht geschieht fordert der ESB seine Mitglieder auf, deutliche politische Signale gegen die CSU zu setzen“ , so Sliwka abschließend.

Ob die CSU diesem gewaltigen politischen Druck standhalten kann? An lustigen Ideen scheint es ja nicht zu mangeln.

Merkbefreiungen in Serie

Heute abend kam die Meldung, dass die Intel Friday Game Night abgesagt wurde – ein E-Sport-Wettbewerb, bei dem unter anderem Counter-Strike gespielt wird. Doch kaum liest man sich ein, möchte man rundum Merkbefreiungen verteilen.

Zum Beispiel dieser Bericht des SWR:

Teams der bundesweiten Liga für Computerspiele wollten in der Liederhalle gegeneinander antreten. Trotz Bitten der Stadt waren die Veranstalter der „Intel Friday Night Game“ offenbar nicht bereit, andere Spiele zu verwenden.

Dieses vermeintliche Angebot kommt einer Absage gleich. Man könnte ebenso ein Fußballspiel zulassen, wenn – so als kleine Änderung im Ablauf – kein Ball im Stadion erlaubt ist. Oder Fußball-Mannschaften Eishockey spielen lassen.

Richtig schmerzhaft ist jedoch die Einleitung des Artikels:

Angesichts der Ereignisse von Winnenden hat die Stadt Stuttgart eine für Freitag geplante Computerspiele-Nacht abgesagt. Dort sollten unter anderem auch die als Killerspiele kritisierten „Counter Strike“ und „Warcraft“ gespielt werden.

Warcraft gehört zu den Spielen bei den Intel Friday Night Games. Aber wer hätte „Warcraft“ je als „Killerspiel“ bezeichnet? Das Spiel ist ab 12 Jahre zugelassen, es ist so blutrünstig wie Age Of Empires.

Bevor man aber allzu viel Sympathie mit den zu Unrecht diskriminierten Computerspielern bekommen kann, schlagen die Pubertären zu. Unter einer bemerkenswert neutralen Meldung bei Readmore und einer ganzen Reihe von besonnenen Rückmeldungen findet sich dieser Kommentar:

readmorecomment

PS: Nach einer Mail von mir hat der SWR das Spiel „Warcraft“ kommentarlos aus der Meldung entfernt.

Reflex Killerspiele

Wieder mal eine Tragödie: ein Amoklauf.

Der SWR meldet:

Zudem beschlagnahmten die Beamten einen Computer, um zu prüfen, ob sich der 17-Jährigen mit Gewaltspielen beschäftigt hat.

Also ich halte die Beamten für so intelligent, dass sie auf dem Computer zunächst nach anderen Dingen suchen: Ein Abschiedsbrief, Droh-Emails, Rückschlüsse auf sein Motiv.

Bild.de füllt den Begriff „Gewaltspiele“ mit Leben und beklagt zugleich den Zustand unserer Gesellschaft.

Und noch immer stehen gewaltdominierte Computerspiele wie „Empire: Total War“ oder „World of Warcraft“ ganz oben in den Hitlisten.

Vielleicht ist auch Zeit für eine Neue Wortschöpfung: Gewalttwittern.

Bye Giga

Giga wird abgeschaltet. Und Giga-Chef Stephan Borg blickt zurück:

Hier ging es nicht um langweilige Web 2.0 Anwendungen, sondern darum gemeinsam eine Idee zu leben.

Oh, ich erinnere mich da an das Hauptstadtstudio direkt am Brandenburger Tor. Das war echt nicht langweilig, aber der cringe-Faktor war verdammt hoch. Diese besondere Idee lebt freilich weiter als „RTL2-News“.