Sicher wikipeditieren
Wer sich in einem offenen WLAN bei der Wikipedia anmelden will - hier gehts zum SSL-Login.
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Das FON-Blog jubelt darüber, dass das Oberlandesgericht jeden zur WLAN-Verschlüsselung verpflichtet haben soll. Das ist IMHO stark überinterpretiert. Aber die Interessenlage ist klar: unverschlüsselte - und damit kostenfrei nutzbare - Funknetze sind unerwünschte Konkurrenz für Fon.
FON hat u.a. eine entsprechende Zugangssicherung “a priori” eingebaut und das dadurch, daß nur registrierte User einen Zugang bekommen können und diese Zugangsaktivitäten bei FON mitgeloggt werden.
Doch ich würde sagen: zu früh gefreut: Denn das Urteil sagt nicht etwa, dass mit einem verschlüsselten Netz wie bei Fon alles prima sei. Es geht darum: wer Dritten Zugang zu seinem Internetanschluss gewährt, muss dafür im Zweifel haften. Und genau das ist ja das Grundprinzip von Fon: Dritten Zugang zu gewähren.
Verschlüsselung und Registrierung helfen da wenig: Selbst wenn der Anschlussinhaber ABC nachweisen kann, dass zum Tatzeitpunkt User XYZ bei ihm eingeloggt war - wer hat nun die Urheberrechtsverletzung begangen? Die Düsseldorfer Richter sagen: Wenn wir das nicht ganz genau wissen, nehmen wir ABC in Anspruch, also den Fonero.
Geändert werden könnte das durch eine ausführliche Speicherung des Internet-Traffics - was ohne richterliche Anordnung illegal wäre. Alternative: ein VPN-Verbindung wie bei anderen Anbietern: damit würden die Gäste auf einem Fon-Hotspot nicht mehr unter der IP des “Foneros” surfen, eventuelle Urheberrechtsverletzungen liefen unter einer IP von Fon.
Schon seit anderthalb Jahren hat MacDonalds in den meisten Filialen Hotspots von T-Mobile untergebracht. Die Nachfrage scheint nicht so toll zu sein - oder die Konkurrenz durch UMTS-Handies und Gratis-WLAN in der Nachbarschaft wird zu groß. Jedenfalls hat man sich zu einer Änderung entschlossen. Bei MacDonalds kann man gratis surfen. Aber nur in “McCafe”-Filialen. Und nur eine Stunde.
Um die „H@ppy-Hour@McCafé“ zu nutzen, braucht jeder Gast lediglich ein WLAN-fähiges Endgerät, z.B. Laptop, einen Internetbrowser und sein Mobiltelefon. Ganz einfach Laptop einschalten, sich mit dem kabellosen Netzwerk verbinden, Internet-Browser aufrufen und dann den Instruktionen im HotSpot Portal von T-Mobile folgen. Nach Eingabe der Mobiltelefonnummer (es werden alle gängigen deutschen Mobilfunkanbieter unterstützt) erhält der Gast per SMS seine Zugangskennung (PIN) für den einstündigen kostenlosen HotSpot- Zugang.
Noch einfacher geht es über eine Registrierung in der McVIP-Lounge auf der McDonald’s Website www.mcdonalds.de. Mit der dort hinterlegten Mobilfunknummer und dem persönlichen ständigen McVIP-Lounge Passwort kann jeder Gast diesen Service täglich ohne Zusendung einer PIN nutzen.
Was soll der Geiz? Ich habe noch nie jemanden mit einem Laptop in einem McCafe sitzen sehen. Befürchten sie, dass haufenweise Nerds plötzlich hier ihren ganzen Tag verbringen? Warum nicht einfach das WLAN freigeben? Denn dass jemand das Freikontingent überzieht und dann für 7,20 Euro pro Stunde weitersurft, kann man bei der heimleigen McAtmosphäre wohl ausschließen.
Fon schwimmt dank einiger Abkommen mit großen Providern auf der Erfolgswelle. Also auf zu neuen Schlachtfeldern :
Das heisst, die Chance, durch Zufall in Deutschland ein offenes Netz zu finden und darin auch noch ungefragt zu kannibalisieren, diese Chance schwindet in Deutschland von Quartal zu Quartal.
Kannibalisieren? Welch bunte Wortwahl.
Übrigens habe ich eine gegenteilige Erfahrung gemacht: es wird immer einfacher offene WLANs zu finden, die ganz aus Absicht frei zugänglich sind.