Nerd endorsement
Was bringt wohl der xkcd-Wahlaufruf für Obama? Mehr als der von Lessig?
Was bringt wohl der xkcd-Wahlaufruf für Obama? Mehr als der von Lessig?
Ich oute mich als leidenschaftlicher Arte-Zuschauer. Sprich: ich gucke es selten genug, um mich noch gut dabei zu fühlen. Aber heute Abend habe ich eingeschaltet, als es um den Internet-Wahlkampf in Frankreich ging. In der Reportage gab es sehr interessante und aktuelle Einblicke in den Wahlkampf. Und spannende Dialoge. Zum Beispiel:
“Das ist Propaganda!”
[...]
“Sagen wir: das ist Kommunikation im Dienste eines Kandidaten.”
Und ARTE will Vorbild sein: die interessante Dokumentation ist eine Woche lang im Netz zu sehen. Greift zu.
Craig Morris schreibt in Telepolis über aggressive Wahlkampf-Spots im US-Wahlkampf.
Interessanter ist folgende kleine Szene aus einem taz-Artikel zum gleichen Thema. Adrienne Woltersdorf berichtet verwirrte Wähler, die nicht einmal mehr wissen, wer ihr Abgeordneter ist und lieber den des Nachbar-Wahlkreises wählen wollen.
Die Wählerin kommt aus der Kabine und fragt, wo sie für Patsy Madrid ankreuzen muss.
Lamb: “Madrid? Aber Sie wählen doch im Wahlkreis Nummer drei, Madrid kandidiert doch gar nicht hier.”
Wählerin: “Verarschen Sie mich nicht!”
Lamb: “Entschuldigung, aber Ihre Kandidaten heißen Tom Udall, der Demokrat, der Sie seit vier Amtsperioden im Kongress vertritt, und sein republikanischer Herausforderer heißt Ron Dolin.”
Wählerin: “Was sagen Sie, ich darf nicht Madrid wählen? Das ist doch unverschämt. [...]
Das erinnert mich ein wenig an den Eddie-Murphy-Film Ein ehrenwerter Gentleman.