Archive for the tag 'Film'

Mal was Positives - In her Shoes

Ich hab mir mal gestern abend einen echten chick flick angesehen: In her Shoes. Ich hatte mal einen Trailer gesehen, der eine reizende Cameron Diaz in wirklich aufreizenden Posen zeigte - und bei Amazon gab es den Film grade im Sonderangebot. Also lag er hier im Regal und gestern hatte ich nichts Besseres zu tun.

Ich bin kein Filmkritiker, aber Regisseur und Drehbuchautor haben ganz tief in die Klischeekiste gegriffen. Die enttäuschte Anwältin, die erfolgreich als Hundesitterin reüssiert und so fit und schlank wird, das verkorkste Verhältnis zweier Schwestern, das durch die wieder gefundene Großmutter gekittet wird, der Professor im Krankenbett, der das leseschwache Blondchen zum ersten Mal fordert und sie so zum konstruktiven Mitglied unserer Gesellschaft macht.

Aber was soll ich sagen? Der Film hat Spaß gemacht. Leichte Unterhaltung, gekonnt erzählt, schön gefilmt, einige trockene Dialoge von golden girls. Und auch wenn alle halbe Stunde was schlechtes passiert, eine Szene weiter wartet schon eine tolle Neuigkeit, eine neue Herausforderung oder ein niedlicher kleiner Hund - und die Sonne scheint in Floria. Kurz gesagt: der Film ist ein Stimmungsheber.

Conspiracy Pokemons

Gestern erwähnte ich den Film Fletchers Visionen, aka Conspiracy theory. Als der Film vor 10 Jahren in die Kinos kam, hatte er sogar eine offizielle Webseite bei Warner Brothers.

Doch wohin gelangt man, wenn man die URL http://conspiracytheory.warnerbros.com/ heute in seinen Browser eingibt? Auf die offizielle Webseite von Pokémon 3 - the Movie.

Was macht ein geübter Verschwörungstheoretiker aus dieser Tatsache?

Filmtipp für Posener & Diekmann

Wie man sich in Verlagen schlägt und wieder verträgt zeigt ein Klassiker, der grade auf RBB läuft. Die Frau von der man spricht - auch bekannt als “Woman of the Year”.

Der Anfang des Films verläuft so: Die berühmte Politik-Redakteurin Tess Harding (Katherine Hepburn) fordert im Radio zum Unwillen des Sport-Redakteurs Sam Craig (Spencer Tracy) den Baseball abzuschaffen um die Kriegsbemühungen zu unterstützen (wir schreiben das Jahr 1942). Sam bedankt sich in seiner täglichen Sport-Kolumne, in der er seine Kollegin vom anderen Ressort “Vorzeigefrau aller Snobs” nennt. Tess bedankt sich auf ähnliche Weise in ihrer eigenen Kolumne. Beide werden zum Chefredakteur bestellt, sie schließen Frieden - ein wenig Streit ist gut, aber man will ja das eigene Nest nicht beschmutzen. Keiner droht damit die Kolumnen der bewährten Textarbeiter nur noch auf auf Bewährung zuzulassen. Vorbildlich, nicht?

Ach ja: die beiden heiraten wenig später. Im aktuellen Streitfall wäre das aber wohl zuviel verlangt.

Ehrlichkeit

“Ursprünglich wollte ich aufräumen, aber ich dachte: warum soll ich Ihnen etwas vormachen?”

Fünf Minuten später im Film:

“Harvey, ich glaube wir sollten uns die üblichen Rituale sparen und gleich heiraten”

Dreht mehr Hobbit-Filme

Was braucht Deutschland zum Aufschwung? Ganz einfach: mehr Filme. Genauer: einen eigenen Tolkien-Film. Mittelerde in Mitteleuropa.

Wie ich auf die Idee komme? Nun, die FAZ beschreibt den wunderbaren Aufstieg der IT-Branche in Neuseeland:

Auslöser des Aufschwungs der Branche war der Kinofilm “Der Herr der Ringe”, der in Neuseeland gedreht wurde. Die aufwendige Produktion des Films hat vor allem der Medientechnik einen Schub gegeben. Hauptprofiteur dieser Entwicklung ist die Hauptstadt Wellington, die am Südzipfel der wirtschaftlich dominierenden Nordinsel liegt.

Ob das auch klappt, wenn Heino Ferch den Hobbit spielt?

Murmeltierereien

Wie der offizielle Punxsutawney Groundhog Club bekannt gibt, wird Punxsutawney Phil seine Vorhersage um zirka 7:45 Uhr morgens wagen. Da die Ortszeit sechs Stunden vor der mitteleuropäischen liegt, wird die Vorhersage wohl gegen kurz vor 14 Uhr auf Europa treffen.

Ich werde dazu zu einer Aufzeichnung greifen müssen. Zum Glück versorgt der Staat Pennsylvania alle interessierten Medien mit einer dreistündigen Live-Übertragung.

Bewahrt die Jugend vor Schwarz-Weiß-Filmen!

Man fasst es nicht: Der Billy-Wilder-Klassiker “Manche mögen’s heiß” wird im WDR mit dem Jugendschutz-Hinweis angekündigt: Der Film soll für Jugendliche unter 16 Jahren nicht geeignet sein.

Wo ist das jugendgefährdende Element des Films? Eine bemerkenswert unblutige Darstellung des St Valentines Day massacre? Die schlüpfrige Erotik einer Frau, die zufällig am gleichen Tag geboren wurde wie meine Oma? Männer, die sich als Frauen verkleiden? Oder gar subversiver Humor?

Wer muss da seinen Kopf aus dem Arsch ziehen?