FAS probiert Open-Source-Journalismus - und keinen interessiert’s
Die Wissenschaftsredaktion der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung hat ein Blog aufgemacht: Planckton. Dort eifert man kurz nach dem Start dem Vorbild einiger US-Medien nach: die Redaktion stellt einen Artikel vorzeitig online und gleichzeitig zur Diskussion. Doch es scheint niemanden zu interessieren. Bisher.
Woran liegt’s? Vielleicht hätte die Redaktion besser die Plattform FAZ.Net gewählt. Dort gibt es nämlich schon eine Userbasis und der Leser muss sich nicht bei einer schmucklosen Wordpress-Installation separat anmelden, um sich zu äußern. Eventuell wären die Leserautoren auch etwas motivierter, wenn sie nicht nur “mit Glück” in die Print-Ausgabe gelangen, sondern wenn man sich tatsächlich für deren Meinungen und Eindrücke interessiert. Vielleicht hätte man auch besser eine nicht ganz so winzige Schrift gewählt, die die spannendste Reportage in eine Bleiwüste verwandelt. Trommeln gehört natürlich auch zum Handwerk. Aber wahrscheinlich wird das ja in der nächsten Ausgabe der FAS nachgeholt - der vorgestellte Text soll nämlich erst in der übernächsten Ausgabe erscheinen.
PS: Nachdem der Registrierungszwang abgeschafft wurde, sprudeln die Kommentare inzwischen. Die Unterstützung durch FAZ.Net hat wohl auch beigetragen.
Hmmm… also mich hat´s interessiert. Ich bin jetzt aber auch nicht ganz so mitteilungsgeil, als dass ich ein eigenes Blog bräuchte, um mich korinthenentledigend über das Vorgehen im restlichen Web zu echauffieren.
Björn: Mich hat es auch interessiert. Deshalb schreibe ich drüber. Mein Beitrag handelt im zweiten Absatz lediglich davon, dass sich sicher noch viel mehr Leute hätten interessieren können.
Mein Haupt-Kritikpunkt wurde inzwischen behoben - und die Kommentare sprudeln.