Peter ist sauer!
Wie reagiert man darauf, wenn die Leser eines Top Business-Blogs Kritik an Stil und Technik eines Blogs äußern? Daraus lernen? Nein, man haut drauf.
Drei Tage nachdem der anonyme deutsche Fon-Blogger “Peter” eine Umfrage gestartet hatte, um den “Wünschen der FONeros weitestmöglich entgegenzukommen”, ist die Umfrage wieder verschwunden. Dass die wenigen Kommentatoren seine Arbeit kritisierten, war für Peter offenbar unerwartet gekommen. Heute verkündet er, was er gelernt hat:
- Manche Menschen sind einfach nur grausam…. und deren Ego reziprok grenzenlos…
- Anonymität erlaubt Grenzenlosigkeit bei mangelnder Selbstdisziplin… und bindet Ressourcen sinnlos
- Der Blog wird als “corporate blog” weitergeführt, d.h. im Wesentlichen wird er auf seine Informationsfunktion reduziert werden
- Für diese Seite wird es keine Kommentarfreischaltung geben, da ich momentan einfach nur stinksauer bin.
PS: Peter hat auch nun auch seinen kleinen Wutanfall gelöscht. Der Google-Cache zeigt noch einige Kommentare, die aus dem Blog verschwunden sind. Zum Beispiel dieser:
Auch ich schließe mich an. Vor allem die Tatsache, dass man Artikel teilweise das dritte mal im rss reader findet, stört doch ein wenig. Und ehrlich gesagt finde ich es auch nur halb spannend, dass in letzter zeit nur noch berichtet wird, in welchem asiatischen land noch la foneras verteilt werden, während ich seit 5 wochen auf meinen warte… :-(
Stellt euch doch mal vor und erzählt, was ihr in Deutschland so macht.
oder der
Es wäre schön, wenn die Artikel nicht oft noch 3-4 mal nachbearbeitet werden würden, das stört ganz schön im RSS-Reader.
Ein bisschen mehr redaktioneller Inhalt, weniger “Tests” und das wärs auch schon.
Im Endeffekt ist das hier ja nur Werbung, und daher ist das schon ok.
hi,
nett zu lesen, was so alles wahrgenommen und wie es interpretiert wird, im neuen, alten web 2.0. interessante Horizonte öffnen sich, über Selbstverständnis, Ego und demokratisches Grundverständnis im Besonderen. Und nein, diese Darstellung ist solcherart nicht richtig. Nicht die Kritik an der Arbeit stört, sondern die Störversuche daselbst und die durch Aktion ausgedrückte Verurteilung. Wenn von selbsternannten, zunächst anonymen, Wahlbeobachtern, unter Ausnutzung technischer Lücken, mehrfach abgestimmt wird (um “Beweise” zu sammeln *hust*: gegen oder für was eigentlich?) und damit das Abstimmungsergebnis bewusst verfälscht wird (ein interessantes Demokratieverständis!) und zudem clickspamming erfolgt, was würden Sie dazu sagen? … stringente Konsequenz: Ende der Umfrage, denn digitaler Maoismus führt zu nichts.
regards
Peter
Hallo Peter,
Schön, dass Du Dich aus Deinem eigenen Blog heraustraust. Meine Darstellung stimmt, bis auf zwei naheliegende Interpretationen sind alles Fakten und Zitate.
Wenn Dich die Störversuche nerven, dass Du sogar wohlmeinende und konstruktive Kritik löschst, dann haben die Störer gewonnen. Und Du teilst ja selbst auch Kritik aus (die im Artikel erwähnte Statistik stimmte übrigens soweit und wurde sogar von Dir selbst verlinkt.)
Ein großer Vorteils von Blogs ist die Offenheit. Diesen Vorteil verspielst Du, wenn Du das Blog zum Newsletter umfunktionierst, Dich hinter Deinem Vornamen versteckst und bei jedem kleinsten Gegenwind die Schotten dicht machst.
Übrigens: Deinen Kommentar als “kalle” habe ich stehen gelassen und auch keine Antwort in den selben Beitrag geschrieben.
A – Sorry, ich lasse mich nicht so leicht verwirren. Unter Kalle habe ich nicht gepostet. Schon wieder eine Unterstellung – bäääh – bestes Beispiel für angewandten “digitalen Maoismus”.
B – Ich fürchte mich keineswegs, wie unterstellt, mcih aus “meinem blog” (bitte wie?) herauszutrauen. Ich habe keine Angst und bin, vielleicht entgegen Deiner Meinung, darin auch keineswegs gefangen.
C – Rabulistik hatte ich genug – fruchtet bei mir nun mal leider nicht.
D – Offenheit: ja. Freiheit als Zügellosigkeit verstanden: nein. Das mag (und wird) man nun gewiss wieder uminterpretieren. Damit muss (und kann!) ich allerdings (hochnäsig und arrogant wie ich nun mal bin, tssss) leben.
E – die richtig zitierten, kritischen Beiträge waren mit dem posting technisch gekoppelt und wurden deswegen mitgelöscht. Sie sind korrekt wiedergegeben und eine der Lehren aus diesem Umfrageversuch. Die Störer haben insoweit gewonnen – eines der Charakteristiken und Probleme des web 2.0 wie mir scheint. Wie kann ich das Wesentliche, die Wahrheit vom digitalen Rauschen des Technorati, blogstats, counter, myblog etc. Verbunds, getrennt halten. Ich wiederhole mein Beispiel: Demo mit 1000 Leuten. 1 Scheibe geht zu Bruch. Bild schreibt: “Demo gewaltätig.” Hier bitte ich um sachgerechte Antworten. Das Grundproblem ist das Gleiche, nur das Medium ist a schneller b komplexer und unübersichtlicher geworden. Der Zeitfaktor der Entscheidende…
F – Mit Sicherheit sind mir die Gratwanderungen im Corporate Blogging bekannt. Ich sehe mich jedoch nicht als Tennispartner gelangweilter Studenten, Arbeitssuchenden, Cholerikern und allerlei seltsamen Individuen, die sich auf öffentlichen Plätzen digital exhibitionieren, um stets deren Bälle zurückzuschlagen. So viel Freiheit nehm ich mir schlicht und sehe mich in keinerlei Begründungszwang.
G – das sprachliche, durchschnittliche Niveau der meisten Eingänge ist übrigens allenfalls Mittelstufe. Mal durchlesen. Es tut oft physisch weh, den publish Knopf drücken zu sollen und keinen Buchstaben daran zu verändern; sonst schreiten sie Zeter und Mordio: ” …er hat meine Feeler ausgemerzt.” Ich lach mich krank. Wenn sie wenigstens in ihren digitalen Spiegel schauen würden, sie tun´s wohl, sicher, aber sie erkennen nicht…..
Im Übrigen freue ich mich sehr über die Entwicklung von FON und bin guter Dinge – einiges weiss ich ja schon vorweg, das ich noch nicht bloggen darf….
regards
Peter
Ich belasse es mal bei zwei einfachen Ratschlägen:
1.) Publikumsbeschimpfung kommt schlecht an. Ich habe heute mal geguckt, was im Fonboard so steht. Da gibt es einige Threads zum deutschen Fon-Blog. Das mag zwar nicht alles gerecht, ausgewogen oder geschickt formuliert sein, es war aber einiges an valider Kritik dabei.
2. Als Corporate Blogger würde ich ein klein wenig weniger Ego-Show betreiben – zumindest wenn ich meinen Namen nicht nennen will. Allein die “Vorsorgliche Selbstbezichtigung” hat mir fast die Schuhe ausgezogen. Dass Du diese Beiträge nachher löschst, macht die Sache nicht wirklich besser.
[auf Wunsch gelöscht]
Aus historischen Gründen und zur Abrundung des gezeichneten Bildes würde ich die Wiederherstellung oder Reproduktion dieser gelöschten Selbstgeiselung gerne hier lesen.
Peter hat in der Zwischenzeit nichts hinzugelernt. Einzelne Community-Member werden von ihm trotz Untersagung mit E-Mails bombardiert, deren Inhalt Strafjuristen aufhorchen lässt. Peters Identität wrd sogar vom FON Germany Boss Lang trotz dezidierter Anfrage geheimgehalten. Warum bloß? Warum entschuldigt sich man nicht für derartige Entgleisungen und deckt sogar diesen Flegel, statt ihn wegen firmenschädigenden Verhaltens an die frische Luft zu setzen? Aufgrund der personell beschränkten Größe von FON Germany GmbH, läßt dies bedauerlicherweise wohl nur wenige Schlußfolgerungen zu.
Die Ablehnung des derartig unprofessionell geführten Corporate Blogs wird immer größer. Wie schon geschrieben, Peter hat nichts dazu gelernt, wie seine jüngste Umfrage, die wegen unpassendem Ergebnis ebenso schnell verschwand, wie sie plötzlich aufgetaucht ist, belegt. Knapp 55% der Besucher lehnen das blog grundsätzlich ab und besuchen es nur deshalb, weil es die einzige offizielle FON-Informationsquelle darstellt.
Umfrage-Ergebnis:
http://www.voteonline2.de/cgi-neu/vote0n.cgi?action=results&thema=589427
[...] Pseudonym sei. Sein Ton, die Art und Weise der Kommunikation mit Lesern in Kommentaren und Email hinterliesen keinen guten Eindruck. Blog-Einträge wurden offenbar rückwirkend geändert oder sogar gelöscht, [...]
Auweia…
Mal ganz ehrlich: Was will uns Peter mit seiner geschwollenen Art zu schreiben mitteilen?
Wäre er in meiner Firma, hätte er längst ne Abmahnung…
Gruss
Lonie
was ist nun aus dem FON blog geworden? Eigentlich eine grosse Müllhalde, nicht viel mehr! Schade dass ER weg ist.